Die Geschichte des Christstollens
 

Der handwerkliche Stollen ist das Gebäck mit der wohl längsten Tradition in Deutschland. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte anno 1330
in Naumburg an der Saale. In Dresden wird der Christstollen zweihundert Jahre später als "Striezel" erwähnt. Noch heute heisst der Weihnachtsmarkt dort "Striezelmarkt".
Früher waren Backwaren stets nach christlichen Symbolen geformt. So stellt der Stollen mit seiner traditionellen Form eine Versinnbildlichung des in Windeln gewickelten Jesuskindes dar.
Im Gegensatz zur Form haben sich die Zutaten mit der Zeit gewandelt. Ehedem waren Stollen magere Backwerke für das katholische Adventsfasten. Der Teig durfte nur aus Wasser, Hafer und Rübenöl geknetet werden. Weil dies nicht so recht schmeckte, wandte sich der sächsische Kurfürst an den Papst. Seine Heiligkeit genehmigte anno 1647 schließlich die Zugabe von Butter. In der Folge entwickelte sich das magere Fastengebäck zu dem reichhaltigen Festgebäck, das wir kennen und schätzen.
Als Stollen-Experte hat sich Bäckermeister Bernd Kütscher aus der Eifel einen Namen gemacht. Er hat bereits vier Mal den Deutschen Stollenbäckerwettbewerb gewonnen und begeistert seine Kunden, darunter viele Prominente, mit kreativen Variationen des traditionellen Gebäckes.

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